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von Julia Hagen.

die Welt ist eine andere

Kunst und Theater sollten immer auch eine Möglichkeit sein, sich mit Katastrophen, Krisen, Sorgen und Politik auseinander zu setzen, Entscheidungen und Strukturen kritisch zu prüfen und nicht zuletzt Hoffnung zu geben. Vor allem darstellende Künste jedoch haben kaum die Möglichkeit, zeitnah adäquat auf tagespolitische Ereignisse zu reagieren. So seltsam es sich anfühlt, dem „alltäglichen Geschäft“ nachzugehen, während im Zug zum Probenort zwei Plätze weiter eine geflüchtete Mutter mit vier kleinen Kindern auf Sicherheit in Europa hofft, machen wir weiter mit dem, was wir am besten können: Gefühle auf großen und kleinen Bühnen zu verarbeiten.

Wer jedoch direkt reagieren kann und dies auch getan hat, sind die Menschen hinter der Kunst. Deshalb möchte ich hier das Statement des Deutschen Bühnenvereins zum Angriffkrieg Putins auf die Ukraine teilen:Der russische Angriff auf die Ukraine ist ein schockierender Verstoß gegen die europäische Friedensordnung der letzten Jahrzehnte. Der Bundeskanzler hat Recht, wenn er von einem ‚eklatanten Bruch des Völkerrechts‘ spricht. Bis zuletzt haben auch die Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins gehofft, dass Vernunft einzieht und eine Lösung des mutwillig herbeigeführten Konflikts auf diplomatischem Wege möglich bleibt. Diese Hoffnungen auf die Kraft des Friedens und des Gesprächs sind durch die heutige Entscheidung des russischen Präsidenten bitter enttäuscht worden.

Der von Russland begonnene Krieg dient offensichtlich nicht nur russischen Machtbestrebungen, sondern zielt erkennbar auch ganz grundsätzlich auf die Idee einer offenen und freien Gesellschaft in der Ukraine, auf die Möglichkeiten für Kunst und Kultur, sich überall auf der Welt frei zu entfalten und auf den Wunsch vieler in Vielfalt und Frieden miteinander leben zu können.

Der Deutsche Bühnenverein steht solidarisch zu all jenen, die weiter fest an diese Möglichkeiten eines vielfältigen und friedlichen Miteinanders, an die Kraft der Kunst und die befriedende Wirkung der Kultur glauben und die jetzt dafür streiten müssen. In der Ukraine, aber auch in der russischen Zivilgesellschaft. Es gibt viele gute Beispiele, wie gerade kultureller Austausch und künstlerische Zusammenarbeit über Grenzen hinweg die Grundlage für Frieden und Verständigung schaffen können. Wir werden alles uns Mögliche dafür tun, dass diese Bemühungen weitergehen, dass Zusammenarbeit der Friedfertigen möglich bleibt und dafür auch die Mittel der Kunst und der Kultur genutzt werden können. Heute aber ist ein schwarzer Tag für Europa. Wir werden für Aufklärung streiten müssen.“

Hier kann man außerdem vor allem für Kinder in Not über Unicef Spenden an die Bevölkerung der Ukraine schicken: Unicef Nothilfe.

wer?

Arbeiten als  Dramaturgin u. a. für das Nationaltheater Mannheim, das Frankfurter Forum Junges Theater (Frankfurt am Main), das Theater der Jungen Welt (Leipzig) und das Ensemble Materialtheater (Figurentheater, Stuttgart) sowie mit Constantin Hochkeppel (physical theatre, Köln) und Gal Fefferman (Tanz, Frankfurt).

Projekte in der kulturellen, ästhetischen und politischen Bildung.

Bis 2021 Dramaturgin am Staatstheater Kassel (z.B. Johanna Wehner, Philipp Rosendahl, Kristo Šagor und Martina van Boxen; Hörspielproduktion mit Ania Michaelis), Initiierung der Veranstaltungsreihe „Klimagespräche“ in Kooperation mit den Scientists 4 Future Kassel.

Regieassistenz am Schauspiel Frankfurt in der Spielzeit 2011-12.

2012-18 Studium der Theaterwissenschaft (BA) und Dramaturgie (MA) in Leipzig und Ludwigsburg. Praktika in Indien und Italien.

aktuelles

tipping points

physical theatre
29. und 30. April,
24. und 25. Juni 2022

neue ungehaltene reden ungehaltener frauen

neue Ausschreibung
ab 5. Mai 2022

ACHSCHAV :עכשיו: JETZT

Tanz
Frankfurt LAB
6. und 8. Mai 2022

Sick of Sickfried

Nationaltheater Mannheim
7., 15. und 19. Mai 2022

Mehr Details unter Zukunft.

© Julia Hagen 2022

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