wann?
was?
Ungehaltene Reden Ungehaltener Frauen
Crowd Founding
Leider bleibt auch Kassels und Hessens Kulturlandschaft nicht von den bundesweiten Kürzungen verschont. Unser Projekt „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen„, von dem ich nicht müde werde zu berichten, ist davon ebenfalls betroffen. Die Projektfinanzierung setzt sich aus unterschiedlichen Partner und Töpfen zusammen und da einige davon in den letzten Jahren abspringen mussten, möchten wir nun das Experiment Crowdfounding wagen, sodass auch weiterhin die Finanzierung der Veranstaltungen sowie unserer jährlichen Anthologie bei S. Fischer gesichert sind. Spenden könnt ihr HIER.
Alle Infos rund um das Projekt findet ihr hier.
© Foto: Anja Köhne
this is not a solo
Tanzperformance
Premiere: Freitag, 6. März 2026, 20 Uhr
weitere Vorstellungen:
Samstag, 7. März 2026, 20 Uhr
Sonntag, 8. März 2026, 18 Uhr
Landungsbrücken Frankfurt
Die erste Solo-Performance von Gal Fefferman (kollektiv gossips) wählt eine Leerstelle als Ausgangspunkt künstlerischer Forschung. Was geschieht, wenn eine Dialogpartnerin fehlt? Wie bleibt das Bedürfnis nach Austausch, Anerkennung und Unterstützung sichtbar, wenn eine Person allein auf der Bühne steht?
Im Zentrum der Arbeit steht die Sehnsucht nach weiblicher Kompliz*innenschaft – nach Mentorinnen, Mitstreiter*innen und Vorbildern. Die Bühne wird zum Resonanzraum für Einsamkeit, für das Begehren nach Verbindung und für die Frage, wie Stärkung jenseits ko-präsenter Gegenüber entstehen kann.
In der choreografischen, performativen und textlichen Verschränkung wird das Dialogische neu verhandelt: als innere Bewegung, als Erinnerung, als Echo.
In Ko-Regie und Choreografie mit Orla Mc Carthy entsteht eine Choreografie der Suche: nach Resonanz, nach Dialog, nach einem gemeinsamen Raum – auch wenn dieser nur für einen Moment existiert.
Konzept: gossip – Gal Fefferman, Anno Bolender, Julia Blando Regie/Choreografie und Performance: Gal Fefferman Ko-Regie/Choreografie: Orla Mc Carthy Produktionsleitung: Anno Bolender Kostüm und Bühne: Nora Schneider Musik: Miriam Berger Dramaturgie: Susanne Zaun Dramaturgie (Recherche Phase): Julia Blando Choreographische Mitarbeit (Recherche Phase): Allison Brown Photo: Johannes Berger
Eine Produktion von gossips. Gefördert durch das Kulturamt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Unterstützt von Landungsbrücken Frankfurt, Kulturhaus Dock 4 Kassel, Kulturamt der Stadt Kassel und dem Hessischen Staatsballett.
ausschreibungen
Leipziger Hörspielsommer
Ich bin im Auswahlteam und freue mich auf Bewerbungen!
Hörspielmacher:innen sind aufgerufen, ihre Stücke bis zum 15. Februar 2026 über unsere Website einzusenden. Eingereicht werden können nicht-professionell produzierte Hörspiele von 3 bis zu 45 Minuten Länge. Produktionen unter 3 Minuten Länge können im 7. Kurzhörspielwettbewerb ebenfalls bis zum 15. Februar 2026 eingereicht werden. Die Hörstücke können deutsch- oder englischsprachig sein und thematisch frei gestaltet werden (ist das Stück in einer anderen Sprache, darf diese für das Verständnis keine Rolle spielen).
Ich bin Mitglied der Jury und freue mich auf Bewerbungen!
Bis zum 28. Februar 2026 können sich Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler mit Wohnsitz in Kassel, die nicht älter als 35 Jahre sind und deren Studienabschluss nicht länger als drei Jahre zurückliegt (Ausnahmen sind hier nachzulesen) auf ein Stipendium bei der Stadt Kassel bewerben. Damit bietet die Stadt Kassel ein Förderinstrument, das insbesondere jungen Kulturschaffenden den Einstieg in den Beruf erleichtern soll. Ein Stipendium dauert sechs Monate und bietet pro Monat 1.300,‐ Euro sowie eine lokale Expertin/einen lokalen Experten aus der Jury, die als Ansprechpartner/Ansprechpartnerin für Rückfragen und zur Vernetzung während des Stipendiums zu Verfügung steht. Alle Infos und Bewerbungsunterlagen hier.
sirens cunt be silenced
eine Tanz- und Video-Performance über „schöne Morde“ und femizidale Plots von Jaunich | Escribano
Vorstellung
14. Februar 2026
20 Uhr
Dock 4, Kassel
Studiobühne Deck 1
Reservierungen hier
„Ein guter Mord, ein echter Mord, ein schöner Mord. So schön, als man ihn nur verlangen tun kann“. Plots wie Büchners Woyzek enden mit den Tränen des Täters. Diese und andere kanonisierte Erzählungen von Protagonisten, denen angesichts der tragischen Umstände nichts anderes übrigbleibt, als die Geliebte/Ehefrau/Tochter/Frau zu töten, beeinflussen unsere Vorstellungen von sogenannten „Beziehungstaten“, die sich jeden dritten Tag real in deutschen Haushalten abspielen und romantisieren somit Morde aus niederen Beweggründen: Eifersucht, Machtmissbrauch, mangelnde Impulskontrolle und toxische Männlichkeit. In der Performance „Sirens cunt be silenced“ stellen Jaunich und Escribano der jungen, schönen Toten ein souveränes Pendant zur Seite. Aus dem Wasser lassen sie nicht Ophelia, sondern ihre männermordenden Schwestern im Geiste, die gefürchteten Sirenen steigen. Im geschickten Spiel mit bekannten Narrativen schaffen es die beiden Tänzerinnen, diese neu zu interpretieren, zu überschreiben, umzukehren und sich die Deutungshoheit zurückzuerobern. Denn sie wissen: es gibt keinen schönen Mord.
Performance: Agnetha Jaunich und Sara Escribano Meanza Musikproduktion: Jasmina de Boer Szenografie: Ariella Karatoulu Text u.a. von: Tara Meister Dramaturgische Beratung: Julia Blando
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalens, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, dem Kulturamt Bochum, dem Kulturamt Bielefeld, dem Kulturamt Köln und der Sparkasse Bielefeld. Unterstützt durch die Tanzresidenz 2024 im Quartier am Hafen und durch das Koproduktionslabor Dortmund.