wann?

vagabond

Musik und Figurentheater
ChamissoGarten FFM
8. und 9. Juli 2022

neue ungehaltene reden ungehaltener frauen

neue Ausschreibung
bis Ende Juli 2022

dingdarium

Installation und Figurentehater
Wagenhallen Stuttgart
23. - 30. Juli 2022

Sick of Sickfried

Nationaltheater Mannheim
20. Juni und 17. Juli 2022

was?

Vagabond

Klassische Musik und Figurentheater
8. und 9. Juli 2022 im ChamissoGarten Frankfurt

Musik von: A. Dvořák, L. Janáček, B. Bartók, S. Tsintsadze, V. Lutoslawski

Wer ab und zu in Frankfurt unterwegs ist, ist ihr vielleicht bereits begegnet – schon seit dem 12. Juni zieht eine mitreißende Geschichten-Erzählerin sonntags durch die Straßen Ginnheims, Eschersheims und des Dornbuschs. Sie trifft auf märchenhafte Figuren und nimmt ihr Publikum mit in musikalische Welten. Die Cellistin Anna-Lena Perenthaler und ihr wanderndes Ensemble geben mit den “Auftakten”, den kostenlosen Sonntagskonzerten, einen Vorgeschmack auf das große Finale, das unter dem Motto „Vagabond“ am 8. und 9. Juli im ChamissoGarten stattfinden wird: Ein Parcours durch das märchenhafte Ambiente des Nachbarschaftsgartens mit anschließendem szenischem Konzert lädt zum Mitmachen und Mitsingen ein und lässt das Publikum in die Welt der Phantasie eintreten: Was macht die Puppe im Klavier? Und was passiert, wenn das Instrument ein Eigenleben entwickelt? Die hausgemachte Verpflegung und eine Aftershow-Party runden den Abend ab.
Ein Genuss für Groß und Klein mit und ohne Konzert-Erfahrung!

Den ChamissoGarten findet ihr in der Chamissostraße 38 in Frankfurt – die nächste U-Bahn-Haltestelle ist die Hügelstraße.
Unsere Kulturveranstaltungen sind barrierefrei, der Eintritt zu den Auftakten ist frei (um Spenden wird gebeten).
Die Karten für das Finale können ab sofort hier erworben werden.

Bei Regen bitte hier informieren.
Von und mit: Anna-Lena Perenthaler, Violoncello und künstlerische Leitung | Laura Ion, Violine | André Dolabella, Klavier | Alejandro | Neves Sarriegui, Schlagzeug | Laubacher Figurentheater: Klaus Dreier, Figurenspiel | Julia Hagen, Dramaturgie | Nicolai Bernstein, künstlerische Leitung | Foto und Gestaltung: Julia Okon

Dingdarium

Installation und Figurentheater

23. – 30. Juli

Wagenhallen Stuttgart

Nach Jahren des Sammelns und der Erforschung des bisher unentdeckten Lebens der Alltagsgegenstände erlauben wir uns, wie versprochen, voller Stolz, erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren: Die Wunderkammer der Dinge. Ein Kabinett der Kuriositäten und Absonderlichkeiten, das Ihnen Einblick gewährt ins intime Reich der Sachen. Sie werden es bedauern, nur ein menschliches Wesen zu sein und die Gegenstände um ihre Talente und ihre geheime Existenz beneiden. Doch keine Sorge – wir ermöglichen Ihnen endlich die Teilhabe an dieser verborgenen Wunderwelt. Befriedigen Sie Ihre Neugier, verlaufen Sie sich im Labyrinth des Zeltes und bringen Sie Ihre Familie mit!

Sa & So von 11:00–20:00, Mo–Fr von 15:00–20:00 (jeweils zur vollen Stunde) – Eintritt frei, Hut geht herum!
Reservierungen unter: dingdarium@fitz-stuttgart.de oder Tel.: 0176 80058189
Das Ensemble Materialtheater Stuttgart & Théâtre Octobre Brüssel in Kooperation mit dem FITZ – Theater animierter Formen und dem Kunstverein Wagenhallen laden ein in die Theaterjurte bei den Wagenhallen, 70191 Stuttgart, Innerer Nordbahnhof 1 (auf dem Platz zwischen Wagenhallen und Tango Ocho).
 

Von und mit: Sascha Bufe, Luigi Consalvo, Birgit Maier-Dermann, Florian Feisel, Alberto García Sánchez, Sigrun Kilger, Annette Scheibler, Christian Wolfgang Steiner, Emilien Truche, Antje Töpfer; Zelt: Heinrich Hesse; Dramaturgie und Assistenz: Julia Hagen; Musik: Oliver Prechtl, Technik: Luigi Consalvo; Regie: Alberto García Sánchez; Foto: Luigi Consalvo.

Ungehaltene Reden Ungehaltener Frauen

neue Ausschreibung bis Ende Juli!

Die Stiftung Brückner Kühner, die S. Fischer Verlage, hr2-kultur und das Archiv Deutscher Frauenbewegung legt die Ausschreibung „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“ im Mai neu auf! Es werden Menschen, die sich als weiblich identifizieren, eingeladen, sich mit einer ungehaltenen Rede zu bewerben. Dafür ist die Anmeldung sowie die Zustimmung zu den Teilnahmebedingungen auf der Plattform ungehalten.net erforderlich, bis 31. Juli haben Beweber*innen Zeit, ein ca 10mintüiges Video mit der eigenen Rede hochzuladen.

Gemeinsam mit Friedrich Block (Stiftung Brückner Kühner), Friederike Emmerling (S. Fischer Theaterverlag), Karoline Sinur (hr2-kultur), Gilla Dölle (Archiv Deutscher Frauenbewegung, leider nicht mit auf dem Bild) und Çağla Şahin (ausgewählte Rednerin aus dem vergangenen Jahr, ebenfalls nicht im Bild) werde ich im Herbst als Jurorin wieder sechs Rednerinnen auswählen, ihre Rede im Dezember zum Tag der Menschenrechte im Kasseler Rathaus zu halten.

Alle Einsendungen aus dem letzten Jahr finden sich hier, ein vollständiger Mitschnitt  der Veranstaltung im Dezember ist hier zu sehen. Das Projekt hat schon weitere Kreise gezogen: Das Berliner Ensemble hat am 6. März 2022 fünf der Reden zur Aufführung gebracht (inszeniert von Simon Klösener, mehr Infos zur  hier) und die S. Fischer Verlage haben am 30. März insgesmt 16 der eingereichten Reden im Printformat „Neue Rundschau“ veröffentlicht, mehr dazu hier.

© Foto Anja Köhne / Stiftung Brückner Kühner

ACHSCHAV  :  עכשיו  :  JETZT

Tanztheater am 6. und 8. Mai
im Frankfurt LAB

hier geht’s zum Interview mit Radio X

Zwei Tänzerinnen, eine Sängerin und – ein Publikum. Endlich können wir uns wieder begegnen! Doch wie berühren wir uns nach der Pandemie? Back to normal erscheint angesichts neuer globaler Krisen kaum denkbar. Isolation war gestern. Doch was ist JETZT? Wie können wir durch Interdisziplinarität Brücken bauen und Grenzen überwinden, eine gemeinsame Sprache finden? Wir wollen mit und voneinander lernen, wie Begegnung JETZT möglich ist.

Premiere: 6. Mai 2022, 19.30 Uhr
weitere Vorstellungen: 8. Mai 2022, 15.30 und 19.30 Uhr

jeweils im Frankfurt LAB, Schmidtstraße 12 in 60326 Frankfurt am Main
Kartenreservierung direkt bei uns: kartenreservierung-achschav@web.de

Konzept: Gal Fefferman und Julia Hagen Choreografie: Gal Fefferman, zusammen mit – Performerinnen: Magdalena Dzeco, Evie Poaros, Sophie Wenzel Musikalische Leitung: Nicolai Bernstein Dramaturgie: Julia Hagen Produktionsleitung: Anna Bolender Licht und Raumkonzept: Simon Möllendorf Kostüme: Patscharaporn Distakul Bühnenbild: James Chan-A-Sue Bühnenbild Konstruktion: Tilman Stallknecht
Die Premiere von ACHSCHAV findet im Rahmen des Festivals „home.frankfurt.telaviv“ des Frauenreferats Frankfurt statt.

Fotos von ©️De-Da Productions

tipping points

physical theatre in Köln und Mülheim von Constantin Hochkeppel & Collaborators

Besprechung von kritikgestalten in der Story „Tipping Points“ auf dem Instagram-Kanal kritik-gestalten:

Interview mit Choreograph und Regisseur Constantin Hochkeppel und mir als Dramaturgin im Kölner Magazin Choices hier zu lesen. Brandneu ist außerdem unser Trailer.

Premiere: 1. April 2022

Hast Du Dich noch nie gefragt, wer daran interessiert sein könnte, dass Du die Welt einfach so hinnimmst, wie sie Dir präsentiert wird? Dass Du Dir nicht mehr Fragen stellst? Lass Dich nicht länger für dumm verkaufen! Die Zeit der Unmündigkeit, der blinden Zufriedenheit ist vorbei. –

Constantin Hochkeppel und seine Collaborators setzen sich mit den Themen Meinungsbildung und Verschwörungsmythen auseinander und stellen sie in den Kontext des Phänomens der toxischen Männlichkeit: Fünf männlich gelesene Performende finden sich in einem Raum wieder, der für sie zu einer Projektionsfläche wird. Auf sich selbst zurückgeworfen versuchen sie, sich zwischen scheinbar vorgefertigten Pfaden, anderen Meinungen und eigenen Traumata zurechtzufinden.

– Die Dynamik nimmt zu, Körperbilder entstehen und zerfallen, brutal und zärtlich. Der Kampf um die Wahrheit hat begonnen. –

29. April 2022 | 20 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr, Am Schloß Broich 38, 45479 Mülheim a. d. Ruhr
30. April 2022 | 20 Uhr | Ringlokschuppen Ruhr

24. Juni 2022 | 18 Uhr | TanzFaktur Köln, Siegburger Straße 233w, 50679 Köln
25. Juni 2022 | 20 Uhr | TanzFaktur Köln

Stückentwicklung & Spiel: Micha Baum, Wayne Götz, Gustavo de Oliveira
Leite, Faris Saleh, Maximilian von Ulardt Konzept & Regie: Constantin Hochkeppel  Konzept & Dramaturgie: Julia Hagen Konzept & Produktion: Christiane Holtschulte  Bühne: Martina Kock Kostüm: Brigitte Schima  Musik & Sound-Design: Marco Mlynek Assistenz: Julia Rilling Licht-Design: Pascal Gehrke Technik: Lena Schleicher, Philipp Naujoks, Jan Widmer Adverts/Foto: Alessandro de Matteis, Ingo Solms Video & Trailer: Lisa Bülow, Julian Pache
Eine Produktion von Constantin Hochkeppel & Collaborators, in Koproduktion mit TanzFaktur, Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft
des Landes Nordrhein-Westfalen, vom NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und von der Kunstsalon Köln Stiftung. Unterstützt durch die Tanzresidenz 2021 im Quartier am Hafen.

Sick of Sickfied! Das letzte Lied der Nibelungen

Rap-Theater von Jaques Tabaques und Jaxxon Mehrzweck mit Musik von Jakob Hoff
SWR-Fernsehbeitrag hier, SWR-Radiobeitrag hier

nächste Termine: 20. Juni und 17. Juli 2022

Wir sind in der Postmoderne angelangt: Große Heldinnen gibt es nicht mehr, geschweige denn Helden. An ihre Stelle sind Demokratie und Aufklärung getreten. Manchen gilt Greta Thunberg als zeitgemäße Heldin, einige verehren gar ihren Lieblingsvirologen, aber selbst der weiß: There is no glory in prevention und bringt damit auf den Punkt, dass selbst Wissenschaft im 21. Jahrhundert nicht (mehr?) zur Religion taugt. Und in der Politik? Hier scheinen vermeintlich moderne Helden oft haarscharf am Despotismus vorbeizuschlittern, wenn sie ihre eigene Nation great again, wieder groß und vor allem größer als andere Nationen machen wollen. Wir begegnen den zeitgenössischen Held*innen also mit einer grundsätzlichen Skepsis, die sich in Deutschland natürlich auch historisch bedingt.
Die Zeit der Mythen scheint längst vorbei, aber die Sehnsucht nach großen Taten, nach echten Gefühlen wie Liebe, Rache, Machthunger und unbeugsamer Treue ist einfach zu groß und so schleicht sich der Held durch die Hintertür wieder rein, spätestens nach Feierabend vor Netflix und Disney+, wenn wir die Abenteuer von Superheld*innen, Auserwählten und aller anderen verfolgen, die größer sind als wir selbst. Auf der einen Seite also der Eskapismus in ferne Welten, die sich einfach in Gut und Böse aufteilen lassen und andererseits aufgeklärte Diskurse, Problematisierung von „Männlichkeit“ und ruhiges Blut, das sich höchstens durch die Verletzung der Antidiskriminierungsklausel in Wallung bringen lässt. Und davon findet sich im Nibelungen-Stoff nicht zu wenig: Es wird betrogen, herabgesetzt, beleidigt, gemordet und vergewaltigt – auch und vor allem durch den großen Helden.
Ist tatsächlich der viel besungene Heros das eigentliche Hindernis, das alle anderen an ihrem Glück hindert? Den es zu vernichten gilt? Und die ganze toxische Männlichkeit gleich mit? Nieder mit dem alten weißen Mann? Macht der Held uns krank, sind wir alle sick of Sickfried? Wer den Helden abschafft, verleugnet die eigene Sehnsucht. Denn am Ende sind wir alle gemeinsam verantwortlich für die Welt, in der wir leben wollen – und die Vielfalt der Narrative, die sie bestimmen. Welche Geschichten wollen wir uns erzählen? Wie wollen wir sprechen über Beziehungen und Missbrauch, über Männer, Frauen, Held*innen, Menschen?
Mannhein spielt die erste Hälfte der Nibelungensage, wie sie noch nie war, wie sie hätte sein können und wie sie heute ist. Aus fünf verschiedenen Perspektiven. Und mit Rap. Rhythm and Poetry, auch das Original ist schließlich gereimt und so viel Werktreue muss sein. Der Künstler Torky Tork, erfolgreicher Beatproduzent der deutschsprachigen Hip-Hop-Szene, komponierte die Nibelungensage als Rap-Theater und Tim Knapper dichtete eigens fürs Nationaltheater Mannheim und in enger Zusammenarbeit mit dem Team die gereimte Textfassung. Inszeniert von Florian Hartweck spielt das Mannheimer Ensemble DEN deutschen Mythos, eine gerappte Tragödie und über unser aller Sehnsucht nach den ganz Großen – und nach deren Fall.

Mit: Tala Al-Deen, Annemarie Brüntjen,  Eddie Irle, Arash Nayebbandi Regie: Florian Hartweck Bühne: Julian Marbach Kostüme: Kathrin Krumbein Video: Thorsten Hallscheidt und Micky Fröhlich Musik: Jakob Hoff Dramaturgie: Annabelle Leschke, Julia Hagen Kunst und Vermittlung: Ronja Gerlach

© Grafik NTM

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Frankfurter Forum Junges Theater

Fachtagung mit Partizipation von Jugendlichen

WIR WOLLEN REDEN! MIT KINDERN UND JUGENDLICHEN ÜBER THEATER. WIEDER UND IMMERNOCH.

Im laufenden Jahr wollen wir gemeinsam mit jungen Menschen unsere Wünsche an die Teilnehmenden des Frankfurter Forums Junges Theater und damit jenen, die im Kinder- und Jugendtheater im deutschsprachigen Raum die Macht haben, vorschlagen. Wir haben dafür sogar Reisen nach Mainz und Dresden geplant! Was genau wir machen und was die Idee ist, erzählen wir innerhalb von 3 Minute hier auf YouTube.
Interessierte melden sich per Mail bei dem Vermittlungsteam bestehend aus meinen Kollegen Jamal und Fabian und mir: jugend@kjtz.de
Wir freuen uns über alle Menschen zwischen 14 und 19 Jahren aus dem Raum Frankfurt, die mitmachen wollen. Weitersagen 🙂

© Julia Hagen 2022

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